Individuelles Betreuungskonzept

für Bewohner mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung

Bewertungskriterien:

  • Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches (Weglauftendenz)
  • Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen
  • Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen
  • Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation
  • Im situativen Kontext inadäquates Verhalten
  • Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen
  • Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder Angststörung
  • Störungen der höheren Hirnfunktionen, die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben
  • Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus
  • Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren
  • Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren
  • Ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten
  • Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression

Ziel

Ziel ist es, die Betreuung der betroffenen Bewohner/ -innen unter Einbezug ihrer individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten deutlich zu verbessern und damit auch die mit der Erkrankung einhergehenden Belastungen psychischer, physischer und sozialer Art zu mildern.

Der/die Erkrankte soll möglichst viel Eigenständigkeit wahrnehmen, um Selbstachtung, Sicherheit und Lebenszufriedenheit empfinden zu können.

Angebote

Das Beschäftigungsangebot soll an die Bedürfnisse der an Demenz oder Ähnlichem Erkrankten angepasst sein. Außerdem sollen die Beschäftigungen einfach, Erfolg versprechend und biografieorientiert sein. Die Wünsche der Bewohner sollen bei der Gestaltung des Programms berücksichtigt werden.